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Anna Orlikowska, Jahrgang 1979. Lebt und arbeitet in Łódź. Diplom für Photographie und Videokunst an der Akademie für Schöne Künste in Łódź. Sie konstruiert Teile ihrer Werke, indem sie aus ihren persönlichen Erfahrungen schöpft. Sie greift auf Erinnerungen, Bilder ihres Familienhauses und den sie umgebenden Lebensraum zurück. Die ehemalige gewaltige Industriestadt, das Haus, das sie bewohnt, das Bett, in dem sie schläft und die Arbeitswerkstatt ihres Vaters inspirieren ihre Werke. Im Andrang der mit dem Rhythmus der Stadt zusammenhängenden Gegenstände ist sie im Stande die wichtigsten Dinge zu erblicken. Unter einer Maske versteckt (wie im Zyklus Dance macabre), beobachtet sie und nimmt dabei am Rande, im Hintergrund Platz ein. Scheinbar nicht sie selbst, gewinnt sie die Distanz und das Privileg der Unabhängigkeit. Auf diese Weise entstehen vielseitige und gleichzeitig sehr subjektive Situationen. Die Künstlerin nimmt dazwischen Platz, überträgt ihre Figur an den Rand des Geschehens. Trotzdem steht sie im Zentrum und bestimmt den Gang der Gedanken. Ihre Arbeiten vereinen in sich Merkmale des Dokuments und der Inszienierung. Sie diagnostizieren das Leben zugleich in seinem biologischen und sakralen Ausmaß. In der Fotografie zeigen die Panorama-Aufnahmen eine umfassende Darstellung des Sichtbaren. Gleichzeitig verdeutlichen sie das, was weiter, außerhalb ist. Orlikowska arbeitet mit verschiedenen Medien – Fotografie, Videofilmen und Installationen.
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